Theater AG St. Katharina - Kultur in der Gemeinde

Theater Aufführung 2019

zum Stück Neurosige Zeiten

Mo 4. Feb 2019
33 Bilder

1986 gründete sich die Theater AG St. Katharina Kohlscheid. Mehrere Pfarrjugendliche unterschiedlichster Gruppierungen (KJG, Messdiener, Pfadfinder, Jugendchor) hatten die Idee dazu, wollten Theater aufführen und fanden sich zu dieser neuen Gruppe zusammen.

Nach dem ersten Jahr der Vorbereitung kam es im Frühjahr 1987 zu einer ersten Premiere: George Bernard Shaws „Pygmalion“, die literarische Vorlage zu „My Fair Lady“ wurde auf Kohlscheids neuer Bühne uraufgeführt.

Die Gruppe ist zwischenzeitlich autark geworden und hat sich in unserer Gemeinde als eigene Gliedgemeinschaft gefestigt. In ihr wirken nach wie vor die Gründungsmitglieder, erste weitere Mitglieder und Interessierte mit, um alljährlich mit einer Bühnenaufführung vielen Theaterfreunden Freude zu bereiten. Alljährlich zu Mittfasten ist es dann soweit: Dann hebt sich an mittlerweile fünf Aufführungsabenden der Vorhang im Pfarrsaal Sankt Katharina zu einer neuen, vergnüglichen Inszenierung. Dabei ist das eigentliche Theaterspiel nicht alles. Vom Bühnenbau bis zur Maske, vom Erlernen der Texte bis zum Aufführen des Stückes gehört für die Theater AG St. Katharina Kohlscheid alles zum Theatermachen dazu.

Am 24. März 2017 ernannte die Theater AG St. Katharina Kohlscheid aus Dankbarkeit für 30 Jahre Kartenvorverkauf Nelly Schaffrath zum Ehrenmitglied (Foto unten unter Bildergalerie 2017).

Treffen:

regelmäßige Treffen außerhalb der Schulferien jeden Montag ab 20 Uhr im Jugendheim St. Katharina

Kontakt:

Bernd Schaffrath, Schreberstraße 39, 52134 Herzogenrath
Telefon 02407/4466, Telefax 02407/59788, E-Mail theaterkohlscheid@t-online.de
Facebook: www.facebook.de/TheaterKohlscheid

"Neurosige Zeiten"

Das waren „Neurosige Zeiten“ auf der St.-Katharina-Bühne

Wie man Besuch in einer Irrenanstalt empfängt, ohne dass der Besuch merkt, dass er in einer Irrenanstalt ist und wer eigentlich verrückt ist beziehungsweise was überhaupt normal heißt, waren Fragen, die die Theater AG St. Katharina Kohlscheid in ihrer diesjährigen Spielzeit und der aberwitzigen Komödie „Neurosige Zeiten“ nachgingen.

Agnes Adolon (Yvone Barthelmie), Tochter einer reichen Hoteldynastie, lebt in der offenen Wohngruppe der Psychiatrie Kohlscheid, in die sich ihre Mutter Cécile (Biggi Müller) zum Überraschungsbesuch ansagt. Nur: sie geht davon aus, dass Agnes in einer Villa und nicht in einer Klapse residiert. Kurzerhand sollen die Mitbewohner aus Agnes skurriler Psychiatrie-Wohngruppe versuchen, wie ganz normale Menschen zu wirken. Ein wahnwitziges Verwechslungsspiel nimmt seinen Lauf. Der zwangsneurotische Hans (Paul Schäfermeier) muss den langjährigen Lebenspartner mimen, die wahnhafte Marianne (Andrea Goldbach) wird zur Haushälterin, die manisch-depressive Künstlerin Desirée (Ursula Baggen) zur Freundin des Hauses und der menschenscheue Willi (Bernd Schaffrath) mit seinem Sprachfehler zum Hausmeister.

Das konnte ja nicht gutgehen auf der Theaterbühne von St. Katharina Kohlscheid. Als dann aber auch noch eine Tupper-„Tante“ (Birgit Ligensa) ihr Sortiment anpreist, aber für Agnes Mutter gehalten wird und auch noch Mariannes Schwarm, der legendäre Volksmusiksänger Hardi Hammer (Mario Goldbach) wahrhaftig auftritt, der im Übrigen von einer penetranten  Zeitungsfotografin (Andrea Schaffrath) für eine Homestory besondere Art umlagert wird, hat das rasante Bühnenspiel längst seinen Lauf aufgenommen. Da helfen auch die therapeutischen Versuche von Ronja (Paula Böker) nichts mehr, das Chaos zu lichten. Wird Herr Dr. Dr. Schanz (Lukas Schaffrath) in jeder der fünf Aufführungen zur Zwangsjacke greifen müssen?

Bei dieser Konstellation des Stückes, das Winnie Abel schrieb, wurden alle Klischées bedient, die es nur zu bedienen gab. Zur Freude des Publikums, das das schweißtreibende Agieren auf der Theaterbühne in Kohlscheid mit tosendem Applaus honorierte. Manche Szene musste so eingefroren oder neu angesetzt werden, damit gar kein Gag unterging.

Unter der Regie von Georg Schölzel, der bei den Aufführung in die Souffleurskiste kletterte und mit dafür sorgte, dass kein Wort auf der Bühne verlorenging, reihte sich mit diesem 32. Bühnenstück in der 33-jährigen Geschichte der Theater AG St. Katharina Kohlscheid ein weiteres Erfolgsstück an, so dass man den Zuschauern fest versprach, auch zu Mitfasten 2020 wieder mit einer neuen Komödie aufzuwarten.

Eine ganz besonders prominente und unerwartete Unterstützung erfuhr die Gruppe in diesem Jahr aus München. Als Startmusik steht vor jeder Aufführung das bekannte „Theater, Theater“ von Katja Ebstein. Und sie schickte in diesem Jahr einen aufgesprochenen Audiotext, über den sich nicht nur das Ensemble sehr freute.

In den Bildergalerien können Sie dieses Stück aber auch vorherige noch einmal – zumindest ein wenig – nacherleben!

Und lesen Sie hier auch einen Bericht des Stadtmagazins "Und Sonst!?" oben im Download.

Möchten Sie künftig frühzeitig über unsere aktuelle Spielzeit und den beginnenden Kartenvorverkauf informiert werden? Dann schicken Sie uns doch einfach eine E-Mail und wir tragen Sie in unseren Infodienst ein: theaterkohlscheid@t-online.de

 

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